Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Anwendungsbereich, Vertragspartner
1.1 Diese AGB gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen Kunden und der Marcel Scholz Consulting GmbH, Marlene-Dietrich-Allee 14, 14482 Potsdam, E-Mail: info@scholz-marcel.com, Geschäftsführer: Marcel Scholz (nachfolgend „Anbieter").
1.2 Die AGB gelten nur gegenüber Unternehmern gemäß § 14 BGB. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen. Der Kunde versichert beim Abschluss, als Unternehmer zu handeln.
1.3 Diese AGB gelten ausschließlich. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, außer bei ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung.
1.4 Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB. Sie bedürfen der Schriftform.
1.5 Vertragssprache ist Deutsch.
§ 2 Vertragsgegenstand, Vertragsschluss
2.1 Verträge werden nur mit Unternehmern geschlossen.
2.2 Es werden onlinebasierte Beratungs- und Coachingdienstleistungen zu Unternehmensgründung, Umsatzsteigerung und Verkaufsoptimierung erbracht. Geschuldet ist nicht die Erbringung eines Werkes; ein Anspruch auf konkreten Erfolg besteht grundsätzlich nicht.
2.3 Verträge werden schriftlich oder fernmündlich geschlossen. Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Angebot unterschreibt oder in Textform/E-Mail akzeptiert.
2.4 Dem Anbieter steht gegenüber dem Kunden ein Leistungsbestimmungsrecht nach § 315 BGB zu.
2.5 Ein vereinbarter wirtschaftlicher Zweck (Nettoumsatz/Return on Invest) ist nicht unmittelbar durch die Tätigkeit herbeizuführender Erfolg, sondern lediglich erhoffter wirtschaftlicher Erfolg.
2.6 Dienstleistungen werden mit erforderlicher Sorgfalt erbracht. Der Anbieter darf sich der Hilfe Dritter bedienen.
§ 3 Preise und Zahlung
3.1 Preise sind verbindlich, netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, zahlbar in Euro.
3.2 Die Vergütung ist nach Vertragsschluss und Rechnungsstellung sofort fällig. Der Kunde ist vorleistungspflichtig.
3.3 Maßgebend ist das Datum der Wertstellung auf dem Konto des Anbieters. Zahlungen werden auf die älteste Hauptforderung angerechnet.
3.4 Der Zugang zum Mitgliederbereich wird vom vorherigen Zahlungseingang abhängig gemacht. Nach Zahlung entsteht ein Anspruch auf Freischaltung.
3.5 Eine ordnungsgemäße Rechnung wird als PDF-Dokument versandt.
3.6 Alle Kosten bei Eintreibung von Forderungen gehen zu Lasten des Kunden.
3.7 Bei SEPA-Lastschrift muss der Kunde den Betrag bei Rückbuchung innerhalb drei Werktagen überweisen und die Rückbuchungskosten tragen.
3.8 Bei Zahlung über Klarna oder PayPal gelten deren AGB.
3.9 Zahlungen können auch über Stripe, Meridiem Finanz, CopeCart, namotto Universal Brands oder Ablefy erfolgen. Es gelten die AGB der jeweiligen Anbieter.
§ 4 Vertragslaufzeit, Kündigung
4.1 Der Vertrag hat die im Vertragstext aufgeführte Mindestlaufzeit, ansonsten 3 Monate.
4.2 Das ordentliche Kündigungsrecht während der vereinbarten Laufzeit ist ausgeschlossen. Auch im Zeitraum zwischen Abschluss und Dienstleistungsbeginn ist es ausgeschlossen.
4.3 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
4.4 Ein außerordentlicher Kündigungsgrund liegt vor, wenn der Kunde mit der Vergütung in Verzug ist und nach Mahnung nicht zahlt, oder zwei aufeinanderfolgende Abrechnungszeiträume nicht bezahlt.
4.5 Kündigungen bedürfen der Schriftform.
§ 5 Mitwirkung des Kunden, Verzug
5.1 Der Kunde muss Mitwirkungshandlungen vollständig und fristgemäß erbringen. Eine Unterlassung hebt den Vergütungsanspruch nicht auf.
5.2 Der Kunde ist insbesondere verpflichtet, auf Kommunikation einzugehen und erarbeitete Inhalte umzusetzen.
5.3 Fristen für die Leistungserbringung beginnen nicht vor Rechnungseingang und vollständiger Datenbeschaffung, wenn Gründe aus der Kundensphäre stammen.
5.4 Bei geschuldeten Werbemaßnahmen muss der Kunde alle erforderlichen Informationen in verarbeitbarem Format bereitstellen.
5.5 Bei Zahlungsverzug behält sich der Anbieter vor, Leistungen bis zum Ausgleich zu verweigern.
5.6 Bei Ratenzahlung macht ein Verzug mit mindestens drei Zahlungen die gesamte restliche Vergütung sofort fällig. Der Anbieter darf Leistungen einstellen und außerordentlich kündigen.
§ 6 Gewährleistung, Verjährung
6.1 Die Gewährleistung bestimmt sich nach den folgenden Regelungen und den gesetzlichen Vorschriften.
6.2 Eine Garantie besteht nur bei ausdrücklicher Abgabe. Der Kunde muss seine Mitwirkungspflichten erfüllen; bei Verhinderung der Leistung kann er sich nicht auf eine Garantie berufen.
6.3 Der Kunde akzeptiert, dass der Erfolg von Werbeanzeigen nicht garantiert werden kann, da er im Einflussbereich Dritter liegt.
6.4 Der Kunde akzeptiert, dass Drittanbieter wie Google/Facebook Werbekampagnen jederzeit entfernen dürfen. Für derartige durch Drittunternehmen veranlasste Vorgänge besteht keine Gewährleistung.
6.5 Digitale Angebote sollen ununterbrochen verfügbar sein, aber Wartungs- und Systemarbeiten oder technische Störungen können die Verfügbarkeit einschränken. Es besteht keine Gewährleistung für jederzeitige Verfügbarkeit.
6.6 Leistungen müssen unverzüglich, Mängel innerhalb von 7 Werktagen in Text-/Schriftform gerügt werden. Eine Unterlassung gilt als Genehmigung.
§ 7 Haftung
7.1 Der Anbieter haftet bei Vorsatz/grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben/Körper/Gesundheit, abgegebenen Garantien und zwingender Haftung (Produkthaftung).
7.2 Bei fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
7.3 Eine weitere Haftung ist ausgeschlossen.
7.4 Die Haftungsregelungen gelten auch für Erfüllungsgehilfen und gesetzliche Vertreter.
7.5 Für durch Drittunternehmen veranlasste Vorgänge (z. B. Entfernung von Werbekampagnen) besteht keine Haftung.
7.6 Der Kunde ist für die Rechtskonformität von Werbekampagnen/Umsetzungen allein verantwortlich; die Haftung ist ausgeschlossen (außer nach 7.1/7.2).
§ 8 Aufrechnung, Zurückbehaltung, Abtretung
8.1 Der Anbieter darf Ansprüche und Forderungen abtreten. Der Kunde wird aufgefordert, an den Abtretungsempfänger zu zahlen; die Zahlung befreit mit Eingang beim Abtretungsempfänger.
8.2 Der Kunde hat ein Aufrechnungsrecht nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenansprüchen.
§ 9 Übertragung von Rechten, Freistellung
9.1 Der Anbieter darf vom Kunden bereitgestellte Unterlagen und Materialien zur Vertragserfüllung verwenden.
9.2 Der Kunde steht dafür ein, dass bereitgestellte Materialien nicht mit Urheberrechten oder sonstigen Rechten Dritter belastet sind.
9.3 Bei Urheberrechts- oder Schutzrechtsverletzungen durch Kundenmaterialien stellt der Kunde den Anbieter von entstehenden Schäden und Rechtsverfolgungskosten auf erstes Anfordern frei.
§ 10 Community-Richtlinien
Bei Teilnahme an Communities/Gruppen auf Plattformen (z. B. Skool) muss der Kunde die Interessen des Anbieters wahren. Der Anbieter behält sich vor, bei Fehlverhalten (geschäftsschädigend, beleidigend, rassistisch) vorübergehend oder dauerhaft auszuschließen.
§ 11 Referenznennung
Der Anbieter darf vorbehaltlich schriftlichen Widerrufs mit Kundennamen/Firmenlogo und Zusammenarbeitsergebnissen auf eigenen Werbeträgern und im Internetauftritt werben und den Kunden als Referenz aufführen.
§ 12 Geistiges Eigentum
12.1 Erstellte Arbeits- und Leistungsergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Der Anbieter behält sämtliche Rechte am gewerblichen und geistigen Eigentum. Der Kunde darf Materialien nicht für andere Zwecke nutzen oder an Dritte weitergeben, nicht selbst anbieten oder außerhalb des Vertragszwecks nutzen.
12.2 Bei vertragswidriger Verwendung darf der Anbieter das Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung kündigen und alle Zugangs- und Nutzungsrechte entziehen.
12.3 Bei Zuwiderhandlung schuldet der Kunde eine angemessene Vertragsstrafe, die der Anbieter bestimmt (im Streitfall vom Gericht überprüfbar). Die Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen.
12.4 Nutzungsrechte stehen unter der Bedingung vollständiger Vergütungszahlung.
12.5 Der Kunde muss Zugangsdaten und digitale Inhalte vor unberechtigter Nutzung schützen und den Anbieter umgehend bei Missbrauchsverdacht informieren.
12.6 Der Anbieter darf technische Vorkehrungen treffen, die eine missbräuchliche Verwendung feststellen, verhindern oder verfolgen.
§ 13 Vertraulichkeit
13.1 Die Parteien verpflichten sich zu strengstem Stillschweigen über vertrauliche Informationen und geben diese nicht an Dritte weiter. Ausgenommen ist die Einbeziehung Dritter zur Leistungserbringung.
13.2 Von der Vertraulichkeit ausgenommen sind Informationen, die dem Empfänger bereits bekannt waren, öffentlich bekannt sind oder waren, oder die aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen.
13.3 Die Parteien gewähren nur Beratern Zugang, die dem Berufsgeheimnis unterliegen oder denen entsprechende Geheimhaltungsverpflichtungen auferlegt wurden. Mitarbeiter erhalten Zugang nur, wenn erforderlich, und werden auch nach dem Ausscheiden zur Geheimhaltung verpflichtet.
§ 14 Kooperationsvertrag für Vertriebspartner / Lead-Partner
14.1 Der Anbieter bietet ausgewählten Kooperationspartnern die Teilnahme an zentral gesteuerten Marketingkampagnen an. Ziel ist die Generierung, Qualifizierung und Verwertung von Leads über Werbemaßnahmen des Anbieters; der Partner erhält eine erfolgsabhängige Umsatzbeteiligung.
14.2 Konkrete Leistungen, Laufzeit und sonstige Bedingungen ergeben sich aus dem jeweiligen Einzelangebot, das Bestandteil des Vertrags wird.
14.3 Der Partner erhält 50 % des realisierten Bruttoumsatzes von Kunden, die über einen eindeutig zugeordneten Tracking-Link (z. B. UTM-Parameter) technisch zugewiesen werden.
14.4 Bruttoumsatz ist ausschließlich der beim Anbieter eingegangene Zahlbetrag des Endkunden einschließlich Umsatzsteuer. Nicht maßgeblich ist ein bloßes Auftragsvolumen ohne Rücksicht auf die tatsächliche Zahlung.
14.5 Die Abrechnung erfolgt monatlich auf Basis eingegangener Zahlungen. Der Partner muss dem Anbieter monatlich eine ordnungsgemäße Rechnung stellen, basierend auf den monatlichen Reportings des Anbieters. Die Auszahlung erfolgt nur gegen Rechnung.
14.6 Der Anbieter trägt das Chargeback-Risiko (Rücklastschriften, Kreditkartenstornos). Andere Zahlungsausfälle gehen nicht zu Lasten des Anbieters und lösen keine Beteiligung aus.
14.7 Der Partner zahlt ein einmaliges Entgelt für die Programmteilnahme (Höhe im Angebot). Der Anbieter darf Leistungen bis zum vollständigen Zahlungseingang zurückhalten.
14.8 Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Es wird nicht garantiert, dass durch die Werbemaßnahmen eine bestimmte Anzahl von Leads, Abschlüssen oder Umsätzen erzielt wird.
§ 15 Schlussbestimmungen
15.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
15.2 Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Anbieters. Es gilt deutsches Recht.
15.3 Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, berührt dies nicht die übrigen. Unwirksame Bestimmungen werden durch Regelungen ersetzt, deren wirtschaftlicher Erfolg dem Beabsichtigten soweit möglich entspricht.
Stand: 11/2025
